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Die Forderung nach der "Rente mit 73" ist Stimmungsmache gegen die gesetzliche Rentenversicherung

r. rusch ziembaMit scharfer Kritik hat die Eisenbahn-und Verkehrsgewerkschaft (EVG) auf den Vorschlag des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und Teilen der CDU Koalition in der Regierung zur Erhöhung des Renteneintrittalters reagiert. 

Die Forderung nach der Rente mit 73 sei "weltfremd" und "Stimmungsmache gegen die Gesetzliche Rentenversicherung", sagte die stellvertretende EVG-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba. "Das Institut hat offenbar jede Bodenhaftung und damit den Realitätssinn verloren. Ich empfehle, einfach mal den Schreibtisch im wohlklimatisierten Büro zu verlassen und sich stattdessen vor Ort mit der Realität vertraut machen", so Rusch-Ziemba.
Die EVG-Vieze verwies auf das derzeitige durchschnittliche Eintrittsalter in die Rente. Dieses liegt bei 62,1 Jahren bei


Männern und 62,6 Jahren bei Frauen. Die Mehrheit der Beschäftigten wähle den früheren Renteneintritt nicht, "weil sie faul sind oder ihre Rente ohne Kürzung so üppig wäre", so Rusch-Ziemba. "Vielmehr sind sie gesundheitlich einfach nicht in der Lage, länger zu arbeiten.
Eigentliches Ziel des Vorschlags sei, die Beiträge zur Rentenversicherung auf heutigem Niveau einzufrieren, so Rusch-Ziemba. Dies werde im kleingedruckten auch so formuliert". Die Beiträge zur Rentenversicherung werden zur Hälfte von den Arbeitgebern gezahlt. "Hier geht es ganz schlicht um den Gewinn von Unternehmern und Aktionären".

"Sollte es den Arbeitgebern stattdessen um ein zukunftsfähiges Modell der gesetzlichen Rentenversicherung gehen, dann sollten wir die Konzepte des DGB und seiner Einzelgewerkschaften diskutieren", so Rusch Ziemba. Das Konzept einer Erwerbstätigenversicherung und das DGB-Rentenmodell lägen seit langem auf dem Tisch und seien wissenschaftlich fundiert.

 

 

 

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